Donnerstag, 21.05.2026 23:31 Uhr

Beste Weingastgeber Mosel 2026

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Trier, 21.05.2026, 22:28 Uhr
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Trier [ENA] Unter dem Leitspruch "Besondere Orte, die Menschen berühren", wurden herausragende Konzepte für besondere Erlebnisse in der Mosel-Region honoriert. Der Wettbewerb Weingastgeber Mosel wird alljährlich von der Moselweinwerbung, der Industrie- und Handelskammern Trier und Koblenz sowie dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel veranstaltet. Die Sieger wurden in Trier präsentiert.

Sie kamen 2026 aus Winningen, Cochem, Bernkastel-Kues, Brauneberg und Detzem. Bei der Siegerehrung im IHK-Tagungszentrum erhielten die fünf Unternehmen Preise im Gesamtwert von 7.500 Euro. Weitere zehn Betriebe wurden für nachhaltiges Engagement als Weingastgeber geehrt. „Sie zeigen jeden Tag, wie gut Wein, Gastronomie und Tourismus zusammenpassen!“ Mit diesen Worten begrüßte Jennifer Schöpf-Holweck, Hauptgeschäftsführerin der IHK Trier, rund 100 Gäste zur Siegerpräsentation. Sie sei erfreut, dass die Zahl der Teilnehmer am Wettbewerb weitergewachsen und inzwischen auf über 100 gestiegen ist.

Walter Reineck, Leiter der Abteilung Landwirtschaft und Weinbau im rheinland-pfälzischen Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, übermittelte die Grüße der neuen Ministerin Christine Schneider und beglückwünschte die Träger und Teilnehmer zu der Weingastgeber-Initiative, die es so nur in der Mosel-Region gebe. Mosel-Weinkönigin Teresa Oster, die gemeinsam mit Walter Reineck die Siegerurkunden überreichte, machte deutlich worum es im Wettbewerb geht: „Hier werden Gastgeber geehrt, die den Moselwein in besonderer Weise in Szene setzen und nachhaltige Genuss- und Wohlfühlerlebnisse schaffen.“

Der Sieg in der Kategorie „Gastronomie“ geht in diesem Jahr an die Terrassenmosel. Christopher und Adrienne Knebel sowie Alexander Rey von der Gutsschänke Knebel in Winningen nahmen den Preis der Firma Wirtz aus Zell aus den Händen von Geschäftsführer Peter Wirtz entgegen. Christian Dübner, Tourismusreferent der IHK Koblenz, würdigte das Konzept der Gutsschänke als Ort, der Tradition weiterdenke und Weinbau mit moderner, regional geprägter Küche verbinde. In der Kategorie „Hotellerie bis 3 Sterne“ überzeugte das Hotel Germania aus Cochem die Jury.

Sieger in der Kategorie „Hotellerie ab 3 Sterne Superior“ ist „ein Ort, der Atmosphäre schafft und Menschen berührt“, sagte die Laudatorin Simone Röhr. Im Hotel Deinhards in Bernkastel gelinge die Verbindung von Wein, Gastlichkeit und Kunst auf besondere Weise. Wein sei im gesamten Haus emotional erlebbar, so die Geschäftsführerin der Regionalinitiative Faszination Mosel, der Gast tauche in die Welt der Mosel ein. Hoteldirektor Andreas Heidingsfelder und Marketing-Manager Lukas Kaiser nahmen den mit 1.500 Euro dotierten Preis des Gerolsteiner Brunnen von Gebietsleiter Sascha Wiesen entgegen.

Über den Preis des Moselwein e.V. freute sich Familie Alten aus Detzem. Der Betrieb stehe für die neue Generation an der Mosel, so Jury-Mitglied Bärbel Ellwanger, Marketingleiterin der Mosellandtouristik, über den Sieger in der Kategorie „Weingut mit Winzergastronomie“. „Sie verbinden Gewachsenes mit Neuem, führen fort ohne stehen zu bleiben“, lobte die Laudatorin das Konzept des Weinguts mit modern gestalteter Straußwirtschaft, Online-Weinproben, Weinpicknicks, Wanderungen mit virtueller Begleitung sowie Events wie „Yoga und Wein“. Henning Seibert, Vorsitzender der Mosel-Weinwerbung, überreichte den Preis im Wert von 1.500 Euro an Dorothea und Julia Alten.

Das Weingut Gehlen-Cornelius in Brauneberg komplettiert mit dem Sieg in der Kategorie „Weingut mit Gastronomie und Hotel“ das Quintett der Preisträger. „Hier wird Wein nicht nur erzeugt, sondern gelebt und erlebt“, beschrieb Marketingleiter Gerhard Knauf von der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG in seiner Laudatio die Verbindung von Familien-Weingut mit modernem Gutshotel und den Moselsuiten, die einen Besuch auch für jüngere Zielgruppen attraktiv machen. Dies sei ein gelungenes Beispiel für den Weintourismus der Zukunft, so Gerhard Knauf. Er überreichte den mit 1.500 Euro dotierten Preis der Volksbanken Raiffeisenbanken der Region an Winzer Daniel Gehlen.

Darüber hinaus erhielten weitere Wettbewerbsteilnehmer Urkunden sowie die Tafel „Ausgezeichneter Weingastgeber Mosel“. Damit wird ihr nachhaltiges Engagement für besondere Moselweinerlebnisse ausgezeichnet, wie Mosel-Weinkönigin Teresa Oster betonte. Mehr als 80 Wettbewerbsteilnehmer dürfen mit dieser Plakette bereits ihre Häuser schmücken. Zehn Betriebe erhielten diese Auszeichnung in diesem Jahr erstmals, überreicht von Norbert Müller vom DLR Mosel, Albrecht Ehses von der IHK Trier und Ansgar Schmitz vom Moselwein e.V.

Weingut Frieden-Berg mit Restaurant "Kostbar", Nittel; Das Gasthaus im Panzhaus, Greimerath/Hunsrück; Weingut und Straußwirtschaft/Weinbar Gindorf, Schweich; Weingut und Straußwirtschaft Alten, Detzem; Seminarshof, Trittenheim; Gästehaus Kabinett 1876, Trittenheim; Warsberger Weinhof in Neumagen-Dhron; Weingut und Gästehaus Kiebel, Lösnich; Weingut Paulushof, Pünderich sowie Springiersbacher Hof Restaurant, Café und Weingut, Ediger-Eller. Henning Seibert appellierte in seinem Schlusswort an die neue Landesregierung, den Steillagenweinbau stärker zu fördern, um die für den Tourismus und die Wirtschaft der Region bedeutende Kulturlandschaft der Mosel zu erhalten.

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